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Licht kehrt zurück: Das neue Giebelfenster der Ofenhalle ist eingeweiht

Licht kehrt zurück: Das neue Giebelfenster der Ofenhalle ist eingeweiht

Über viele Jahrzehnte war es verschlossen, in den 1930er-Jahren zugemauert und aus dem Bild der Ofenhalle verschwunden. Am Freitag, 17. Juli 2026, hat das neue Giebelfenster der Ofenhalle sein Licht zurückerhalten. Im Kreis geladener Gäste wurde es feierlich eingeweiht. Mit der Wiederöffnung gewinnt die denkmalgeschützte Ofenhalle ihre historische Gestalt zurück.

Zugleich zeigt das Fenster einen Originalausschnitt des Südquerhausfensters des Kölner Doms nach Entwurf von Gerhard Richter, umgesetzt in unseren mundgeblasenen Farbgläsern. Das Zusammenspiel dieser Gläser lässt ein Licht entstehen, das die Halle mit neuer Energie durchflutet. Die Verbindung nach Köln ist dabei keine zufällige: Schon die originalen Fenster im Kölner Dom entstanden 2007 aus mundgeblasenem Glas der Glashütte Lamberts, kunsthandwerklich ausgeführt von den Derix Glasstudios im hessischen Taunusstein.

Derix hat nun auch das neue Giebelfenster in Waldsassen aus mundgeblasenem Flachglas von Lamberts umgesetzt. Was in Waldsassen entsteht, kehrt so gewissermaßen zu seinem Ursprung zurück. Genau darin liegt der Gedanke, der die Erneuerung unserer Glashütte trägt: die Verbindung von Herkunft und Zukunft, von handwerklicher Tradition und zeitgenössischer Kunst. Die Wiederöffnung markiert einen bedeutenden Meilenstein der behutsamen Erneuerung unserer Glashütte.

Sie steht für den respektvollen Umgang mit lebendigem kulturellem Erbe und für das Zusammenwirken von Architektur, Denkmalpflege und Gegenwartskunst. Der Weg dorthin war anspruchsvoll. Bei laufendem Betrieb musste die Giebelwand geöffnet und ertüchtigt werden. Ein mächtiges Gerüst verdeckte die innere Ostseite unserer denkmalgeschützten Ofenhalle.

Die begleitenden Bilder zeigen diesen Weg vom ersten Eingriff in die Substanz bis zum fertigen, leuchtenden Fenster. Das kurze Video fügt die einzelnen Schritte zu einem Gesamtbild zusammen. Der Festtag selbst begann mit einem Rundgang durch die Glashütte, bei dem die Gäste unsere Glasmacher an den Öfen erlebten. Im Anschluss folgte der Festakt mit weltlichen und geistlichen Worten zur Wiederöffnung des historischen Giebelfensters, bevor eine Brotzeit Raum für persönliche Begegnungen bot. Das Giebelfenster ist der erste sichtbare Schritt eines größeren Weges. In den kommenden Jahren sollen weitere Künstlerfenster folgen. Waldsassen wird damit zu einem Ort, an dem Werke international bedeutender Künstler im einzigartigen Zusammenspiel mit dem lebendigen Handwerk der Glashütte zu sehen sind.

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